Förderkreis finanziert neue Imkeranzüge für Bienenprojekt
Nach ihren Eindrücken am Ende des ersten Tag mit den Bienen gefragt, waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schulbienenprojekts einig: „Wir waren total überrascht, wie ruhig die Bienen waren, als wir die Völker durchgesehen haben. Die wollten uns gar nicht stechen, obwohl wir ihnen sogar etwas Honig geklaut haben!“

Dennoch war es für alle ein sichereres Gefühl, mit einem Imkeranzug und Gummihandschuhen geschützt an den Bienenvölkern zu arbeiten. Schließlich handelt es sich bei Apis mellifera (wörtlich übersetzt: Honig bringende Biene) um ein äußerst wehrhaftes Insekt.

Im Laufe der Evolution haben Honigbienen nämlich ausgeklügelte Abwehrmechanismen gegen kleinere und größere Feinde entwickelt, die es auf ihren Wintervorrat abgesehen haben: Mit Propolis, dem aus Baumharz gewonnenen antibakteriellen Kittharz, dichten die fleißigen Insekten kleine Öffnungen in ihrer Behausung ab und schützen sich so gegen Pilze und Bakterien. Wespen, die in die Bienenbeute eindringen wollen, werden von mehreren Wächterbienen so lange gleichsam in den Schwitzkasten genommen, bis durch Aktivierung der Flugmuskulatur eine so große Hitze entsteht, dass der Eindringling stirbt. Gegen große Fressfeinde wie Bären und Imker helfen hingegen nur schmerzhafte Bienenstiche, die die Wächterbienen gefräßigen Säugetieren zufügen, die sich an ihrem zuckerhaltigen Honig oder ihren proteinhaltigen Larven gütlich tun wollen.

Da die sieben Imkeranzüge, über die die Bienen-AG verfügt, für die größere Schülergruppe, die während der Projektwoche am Schulbienen-Projekt teilnimmt, nicht ausgereicht hätten, hat der Förderkreis drei weitere Anzüge samt Handschuhen für uns angeschafft.

Im Namen aller Schülerinnen und Schüler, die jetzt im Rahmen der Projektwoche sowie zukünftig in der Bienen-AG von der Schutzausrüstung profitieren, danken wir dem Förderkreis herzlich für die großzügige Unterstützung!
Verfasser: Manuel Becker