Musikalische Freundschaft und Kammermusik

Die schöne Tradition der Kammermusikkonzerte, die in unserer Egelser Außenstelle schon seit etlichen Jahren gepflegt wird,

hat nun auch in der Hauptstelle wieder Fuß fassen können.

Am Samstag, dem 5. September war die Aula Konzertraum für drei ehemalige Abiturienten unserer Schule, die in den 1990er Jahren bereits ein Klaviertrio gebildet hatten. Ulfert Dochhorn ist mittlerweile als Orgelbauer in Aurich tätig, hat aber beim dem bekannten Auricher Violinpädagogen Wolfram König und später im Studium in Köln ausgezeichneten Geigenunterricht erhalten. Jana Siebert hat in Hannover Violoncello bei Klaus Storck studiert und ist derzeit im Gesundheitswesen tätig. Beide Streicher musizieren seit vielen Jahren überdies im Ostfriesischen Kammerorchester. Imke Brandenburg schließlich hat in Bremen bei der Professorenlegende Konrad Meister studiert und war viele Jahre ausschließlich als Klavierpädagogin und Kammermusikerin tätig, bevor sie ihr Weg in die schulische Musikerziehung und damit zurück ins Ulricianum führte.

Die gemeinsame Erfahrung eines Musik-Leistungskurses am Ulricianum und das Musizieren im Ensemble führte einst die drei Musizierenden zusammen, die nun 35 Jahre später wieder an ihrer einstigen Wirkungsstätte die Aula mit romantischen und frühmodernen Klängen füllten, darunter auch mit einigen kleinen Genrestücken des anwesenden Bremer Komponisten Ingo Höricht.

Langanhaltender Applaus des zahlreich erschienenen Publikums belohnte das Ensemble für die gekonnte Darbietung des Klaviertrios g-moll von Clara Schumann, ferner des Frühwerkes op. 8 des 17-jährigen Dmitri Schostakowitsch, sowie weiterer Werke von Astor Piazzolla und des genannten Ingo Höricht. Jana Siebert führte zudem auf angenehme Art erläuternd durch das Programm.

Wenngleich man sich unter den Anwesenden sich noch ein paar mehr Lehrkräfte und Schüler unserer Schule hätte wünschen können, so war dies gelungene Konzert eine willkommene Wiederaufnahme alter, aber lebendiger Traditionen und musikalischer Freundschaften, deren konzertante Fortsetzung sich für unsere beiden Schulorte der Autor dieser Zeilen sehnlichst erhofft.

Text und Fotos: C.O. Beyer

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