Wie lernen wir? Ein weiterer erhellender Abend der Auricher Wissenschaftstage.
Wie lernen wir?
Diese Frage überschrieb den ebenso eloquenten wie heiteren und aufschlussreichen Vortrag von Prof. Martin Korte im Rahmen der Auricher Wissenschaftstage am 9.9.2026 im Güterschuppen. DE503 und ich hatten uns angemeldet, lange bevor die erschütternden Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie durch die Tagesnachrichten mäanderten. Eine große Frage, die nicht nur uns interessierte.

Der Vortrag war ausgebucht und der Güterschuppen randvoll.
Martin Korte erklärte aus der Perspektive eines Hirnforschers, was passiert, wenn unsere Gehirne in Wallung kommen, was ihre Tätigkeit begünstigt oder behindert und wie gut oder schlecht wir Menschen bei Gedächtnisübungen gegen Affen oder Goldfische abschneiden. Es ging um Multitasking und Belohnungssysteme, Ablenkung und Fokussierung, Interesse, Überforderung und Langeweile. Alles, worüber Korte referierte, lässt sich in unseren Leben wiederfinden, was auch die Publikumsfragen, u.a. nach den Zusammenhängen mit der künstlichen Intelligenz, zeigten.

Sozusagen als Vorband berichteten Jan Ole Schlenger und Jannis Wilts (Abitur 2026) von ihrem Praktikum am Institut für Strukturbiologie am Universitätsklinikum Bonn bei Prof. Dr. Matthias Geyer, einem ehemaligen Ulricianer. Ich kann nicht behaupten, dass ich viel verstanden habe, aber umso größer ist mein Respekt vor den anspruchsvollen Experimenten, die unsere jungen Leute da im Labor durchgeführt haben, worüber sie kompetent und souverän berichten konnten.
Ein überaus lohnender Abend voller Wissenschaft und Begegnungen – wieder mal!
Wir haben es gut, dass wir die Auricher Wissenschaftstage haben.
Christine Korte

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Eltje Hermes hat sich aus dem Vortrag das Folgende gern gemerkt:
„- Erinnerungen sind erst Erinnerung, wenn man sie erinnert, und verändern sich bei jedem Erinnern.
– Wir lernen bzw. merken uns Dinge über Assoziationen, somit können ähnliche Dinge vermischt werden z.B. beim Erinnern.
– Unser Gehirn braucht Anerkennung und Lob bzw. Erfolgserlebnisse, am Besten ist überraschendes Lob von anderen, uns Nahestehenden.
– Multitasking, also das schnelle Wechseln der Aufmerksamkeit zwischen mehreren Dingen, führt zu Fehlern, auch wenn Musik bei z.B. Schularbeiten, bei einigen auch förderlich sein. (Besonders textarme, entspannte Musik.)“
Marie Claaßen findet:
„Es war ein sehr interessanter und gleichzeitig unterhaltsamer Vortrag. Besonders erstaunt hat mich, wie unterschiedlich sich das Musikhören auf die Konzentration der Menschen auswirken kann.“
Matin Hussein beschreibt das Vortragserlebnis wie folgt:
„Ein wahrhaftig magischer und toller Abend. Der hochinformative und unterhaltsame Vortrag des Herrn Korte, welcher sich durch seine eloquente und charismatische Art zu präsentieren auszeichnete, hinterließ das Publikum in einem Zustand der Euphorie.“